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Pilz verhindert Badespaß

Erlen im Naturbad Weißenbrunn befallen – aus Sicherheitsgründen ist keine Öffnung möglich.

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Leinburg/Weißenbrunn.
- Ein Sommer ohne Bademöglichkeit in der Gemeinde – so sollte es in Leinburg nicht sein. Das Hygiene- und Sicherheitskonzept für den Badeplatz in Weißenbrunn stand, die meisten Schilder und Markierungen waren schon angebracht, Freiwillige für die Einlasskontrolle für die ersten Wochen gefunden. Die Eröffnung war für den 15. Juli geplant. Ein Pilz an den Wurzeln etlicher Erlen auf dem Grundstück hat nun kurzfristig alle Planungen leider zunichte gemacht. Aus Sicherheitsgründen kann der Badeplatz in diesem Sommer nicht mehr geöffnet werden.

Festgestellt wurde der Befall der Erlen auf dem Naturbad-Gelände bei einer Baumkontrolle durch die Firma Baumexperten Franken in der letzten Woche. Neben Totholz in verschiedenen Bäumen wurde im Erlenbestand neben dem Schwimmbecken mehrere Bäume mit angekippten Wurzeltellern und starker Wurzelfäule vorgefunden. „Aufgrund der starken Schäden an den Bäumen muss man von einer akuten Gefährdung für die Besucher des Weißenbrunner Naturbades ausgehen. Laut Bundesnaturschutzgesetz zum Schutz von Nistplätzen von Vögeln kann der doch massivere Eingriff an dem Baumbestand erst ab 1. Oktober vorgenommen werden“, heißt es in dem Schreiben der Firma Baumexperten Franken an die Gemeinde. Peter Bendik, Firmenchef von Baumexperten Franken, nahm in vergangenen Woche an einem internationalen Fachseminar für Sachkundige im Bereich Baumstatik und Baumpflege unter der Leitung von Dr. Rinn in Altdorf teil und konnte so die Verhältnisse in Weißenbrunn zugleich von seinen Fachkolleginnen und Fachkollegen mit in Augenschein nehmen lassen. Eine technische Untersuchung unter der Leitung von Dr. Rinn bestätigte das Ergebnis der visuellen Untersuchung von Peter Bendik , dass die Erlen nicht verkehrssicher sind und ein Umstürzen nicht auszuschließen ist.

„Wir alle sind sehr traurig über diesen neuen Sachstand und dass wir den Badeplatz nun nicht wie geplant öffnen können. Aber die Entscheidung ist alternativlos, da die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher natürlich vorrangig ist. Die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, des Naturbad-Fördervereins, der Wasserwacht und der Imbissbetreiber haben in den letzten Wochen in dem eigens eingerichteten Arbeitskreis sehr konstruktiv und gut zusammengearbeitet, um eine Badeplatzöffnung unter den besonderen Corona -Bedingungen zu ermöglichen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken und bei der Bevölkerung für Verständnis für diese unumgängliche Entscheidung werben“, so Leinburgs Erster Bürgermeister Thomas Kraußer.

Um die jetzt festgestellten Schäden rechtzeitig vor dem Badebetrieb und ohne die Brutzeit zu gefährden, zu beseitigen, hätte der Gemeinde das Gutachten bereits im Januar vorliegen müssen. Zu diesem Zeitpunkt war die Gemeinde zwar bereits dabei, in Zusammenarbeit mit einer Fachkanzlei aufgrund eines BGH -Urteils zur Haftungsfrage an Badegewässern ein Sicherheitskonzept für den Badeplatz in Weißenbrunn zu erstellen. Coronabedingt kam es hierbei aber zu Verzögerungen, da festgelegte Ortstermine verschoben werden mussten. „Bei einer ersten Begehung waren die Schäden auch nicht ersichtlich und erst vor einigen Wochen haben wir dann von der Kanzlei erfahren, dass wir im Rahmen des Sicherheitskonzepts auch ein Baumkataster brauchen und haben deshalb die Firma Baumexperten Franken beauftragt. Das ist zeitlich sicherlich alles auch etwas unglücklich gelaufen. In erster Linie bin ich jetzt aber froh und dankbar, dass bis jetzt nichts passiert ist. Und jetzt werden wir zusammen mit Fachleuten und den Behörden alles unternehmen, damit einer Eröffnung im nächsten Sommer nichts im Weg steht“, so Leinburgs Erster Bürgermeister Thomas Kraußer.

Christine Popp

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